Kurztrip Elsass - Mosel

Anfang November 2017 starteten wir einen Kurztrip. Ein Kumpel war zur Kur in Bernkastel-Kues. Das nahmen wir zum Anlass, die schon lange auf dem Plan stehende Tour an die Mosel anzugehen.

Die Wetterprognosen waren nicht berauschend. Aber im Laufe der Tour ergab es sich trotzdem ziemlich gut. Wir starteten vom Hegau übern Schwarzwald (St. Georgen - Triberg - Offenburg), umfuhren Strasbourg zu unserem ersten Ziel: Schiffshebewerk Pfalzburg. Unter Vermeidung von Autobahnen ging es durch die zauberhafte Landschaft der Vogesen und des Elsass.

Das Schiffshebewerk, auf dem in einem "Riesenbottich" die Kähne um über 40 m angehoben oder abgesenkt werden, ist ein gigantisches Bauwerk. Es ersetzt ein Dutzend Schleusen, für die Verbindung zwischen dem Rhein und der Rhone für Schiffe.

Nebenan ist auch noch eine "Sommer-Rodelbahn", auf der man mit "Rennschlitten" 50 m Höhe hinunter rasen kann. Auf einem Riesen Parkplatz haben jede Menge Reisemobile Platz. In der Umgebung gibt es ausreichend Campingplätze und Stelleplätze. Wir fuhren jedoch weiter unserem Etappenziel Trier entgegen. Das erreichten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

Die Fahrt ging gefühlt endlos durch Täler und Straßen des Pfälzerwaldes. Eigentlich wollten wir entlang der Saar fahren, aber unser Navi war anderer Meinung. Wahrscheinlich, weil ich ihm sagte, Autobahnen zu meiden :-) Es ging jedoch ruhig und verkehrsarm durch die zauberhafte Landschaft der Pfälzer Wälder. So bezogen wir Abends einen Campingplatz, da wo sich Saar und Mosel vereinigen.

Am nächsten Morgen fuhren wir von dort mit unseren Fahrrädern, die wir auf unsrer Deichsel stets dabei haben, etwa 10 Km an der Mosel entlang nach Trier. Die Porta Nigra und die historische Altstadt sind wirklich sehenswert. Sakrale Bauten sind sonst nicht unsere Haupt Attraktionen. Aber der Trierer Dom hat uns doch sehr beeindruckt. Wir bummelten gemütlich durch die Stadt, aßen fein zu Mittag und fuhren dann wiederum auf dem Mosel Radweg zurück.

Dann fuhren wir unserem Hauptziel, Bernkastel Kues entgegen. Unsere Tankuhr kündigte einen nahen Tankstop an, und die "Tanken-App" verhieß uns eine günstige Tankstelle, etwa 10 Km abseits der Autobahn. Diese Ziel visierten wir an. Es ging über abenteuerliche Landstraßen, immer weiter den Berg hoch. Ich staunte nicht schlecht über die unerwartet bergige Lanschaft. Aber als "Alpenländer" schreckt man in dieser Hinsicht vor nichts zurück :-).

Letztendlich erreichten wir aber das Zwischenziel und wurden mit einem unglaublich niedrigen Spritpreis über den Umweg getröstet. Dann ging es weiter über den Hunsrück Richtung Bernkastel, das wir dann nach einer ebenso abenteuerlichen "Talfahrt" über Serpentinen und wildromantische Täler erreichten. Bei einbrechender Dunkelheit wurden wir freundlich auf einen Platz eingewiesen.

Trier und die gesamte Mosel wurden schon vor fast 2000 Jahren von den Römern "eingenommen". So gibt es hier jede Menge historische Sehenswürdigkeiten. Die wunderbare Landschaft und Natur begeisterte schon damals die Menschen. Burgen, Ruinen, Altstädte, Weinberge an Steilhängen, wir konnten uns nicht satt sehen. Die Zeit war eigentlich viel zur kurz. Wir unternahmen mit dem Kumpel, der da 4 Wochen Kuraufenthalt genoss, einige "Visiten", unter anderem die imposante Hochmoselbrücke, die gerade während unseres Aufenthaltes mittels "Vorschub" die andere Talseite erreichte.

In der Gegend wurden wir durch traditionell leckeres Essen und hervorragenden Wein kulinarisch verwöhnt. Besonders auf der Burg in Bernkastel: da genießt man das Essen bei einem spektakulären Ausblick auf das Moseltal und die Höhen drum herum. Die Heimreise über die Höhenstraße Richtung Rhein und weiter heimwärts war wiederum ein Erlebnis für die Augen und einen wunderbaren "Sundowner" erlebten wir, als wir auf der A5 zwischen Karlsruhe und Offenburg Richtung Heimat fuhren. Auch ohne die Fotos, die wir "mitnahmen", werden uns die Bilder in Erinnerung bleiben.
 

Schiffsrutsche

Parklatz Schiffshebewerk und Rodelbahn

Porta Nigra

Altstadt

Domplatz

Trierer Dom

Bernkastel