Am 16.8.2005 starteten wir bei gutem Wetter nach Griechenland. es war schon 17 Uhr nachmittags, aber wir kamen gut voran. Über Lindau, München Salzburg, schafften wir es bis in den Pongau. Dort übernachteten wir in einer Pension, und fuhren morgens weiter über Graz, Marburg, Zagreb, Belgrad (den ehemaligen Autoput) bis Nova Gradiska, wo wir ein weiteres Mal im Hotel übernachteten. In dem bescheidenen Dachzimmer war es brütend heiß. An den Grenzen gab es nirgends Probleme und wir mussten auch nie lange stehen. Die Straßen waren bis auf wenige Baustellen in sehr gutem Zustand. Mit dem Euro gab es nirgends Probleme, außer daß die Maut - Kassierer hier und da den Kurs großzügig zu ihrem Vorteil rechneten. Es war jedoch nie so schlimm, dass ich protestieren musste.

Weiter ging es über Evzoni, Thessaloniki, wo wir uns etwas verfuhren. Ich fuhr zu weit Richtung Flughafen und musste dann über "die Dörfer" Richtung Kavala. Nass geschwitzt erreichten wir den Volvi See, wo wir wieder auf die E5 trafen; die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel und es hatte annährend 40 Grad; im Auto fast das doppelte. Leider hat unser Vehikel keine Klimaanlage. Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. Bei Asprovalta / Stavros kommt man erstmals ans Meer. Von da sind es noch 10 Km bis zu unserem Ziel Neo Kerdylia. Der Fluss Strymon mündet hier ins Meer. Wir besuchten das erste mal die Schwiegereltern unserer Tochter. Meine Tochter war mit Familie schon am Montag hingeflogen. Das Haus am Strand fanden wir fast auf Anhieb und es war ein großes Hallo, als wir von der ganzen Verwandtschaft begrüßt wurden.

Tag für Tag hatte es mindestens 40 Grad und wir konnten wegen der Hitze kaum Schlaf finden. Selbst Nachts, splitternackt im Bett, rann uns der Schweiß aus allen Poren. Es war einige Tage wie "Dauersauna". Zum Glück war das Meer gleich hinter dem Haus. Wegen der Hitze machten wir nur wenige Ausflüge in die Gegend. Es hatte nur einmal Nachts Gewitter, ohne jedoch abzukühlen. Nach einer Woche verabschiedeten wir uns bei Dimitrios, dem Vater meines Schwiegersohnes, und allen anderen, denn wir wollten noch auf die Halbinseln der Chalkidiki. Wir fuhren Richtung Athos. Stavros, Olimbiada, Stratoni, Ierissos, immer wieder mußten wir anhalten ob der herrlichen Ausblicke und zauberhaften Orte. In Tripiti, wo die Fähre auf die Insel Amoliani übersetzt, kehrten wir um, und fuhren über Gomatio, wo wir in ein ziemlich wildes Tal einen Abstecher hinunter ans Meer, zu einem kleinen Dorf Develki machten. Zurück über Gomatio, nach Pirgadikia auf die Halbinsel Sithonia. Es waren herrliche Ausblicke und wir konnten uns gar nicht satt sehen. Gegen Abend kamen wir nach Vourvourou, wo wir auf einem schönen Campingplatz eincheckten. Leider stellte sich heraus, daß er direkt an der Straße lag und der Lärm war sehr störend. So genossen wir zwar den Abend, aber entschlossen uns zur Weiterfahrt am nächsten Morgen. Vor dem Ort lagen malerisch einige Inseln im tiefblauen Wasser und mit einer ruhigeren Unterkunft könnte man es hier lange aushalten.

Wir umrundeten die ganze Halbinsel und wie eine Perlenschnur reihte sich Bucht an Bucht, eine schöner wie die andere. Kurz vor Porto Karras ging es wieder steil abwärts zum Meer, diesmal Blickrichtung zur Halbinsel Kassandra. Unten am Meer trafen wir auf den "Camping Stavros". Nach freundlicher, deutschsprachiger Begrüßung durch die Chefin, sahen wir uns etwas um und entschlossen uns zu bleiben. Es war schon Ende August und die Chefin kündigte noch ein volles und turbulentes Wochenende wegen eines Feiertages an. Es kam dann auch so und wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, neben einer griechischen Großfamilie zu zelten. Die hatte einen Fernseher, es waren anscheinend mehrere Schwerhörige in der Familie und ich musste zweimal bei der Chefin intervenieren, weil um 23 Uhr immer noch keine Ruhe war. Aber das Wochenende ging vorbei und sie reisten ab, sodaß wir noch ein paar ruhige Abende erlebten. Die Bucht hatte einen traumhaften Sandstrand. Es war nicht weit mit dem Auto nach Neas Marmaras, ein kleines, lebhaftes Hafenstädtchen.

Leider ließen wir uns nicht verleiten noch ein paar Tage anzuhängen und machten uns auf den Heimweg. Thessaloniki, Evzoni, lagen bald hinter uns. Die Mazedonier machten diesmal "Dienst nach Vorschrift" so dass es, obwohl wenig Verkehr war, an der Grenze mehr als 30 Minuten Aufenthalt gab. an der Mazenonisch - Serbischen Grenze dasselbe Spiel. Dann ging es aber flott weiter und wir erreichten Abends ein Motel in Kroatien, kurz vor Slowenien. Zimmer und Frühstück waren Bescheiden wie der Preis, aber in Ordnung. Am nächsten Tag gings zügig weiter Richtung Heimat. Nach Graz fuhr ich aus Unachtsamkeit Richtung Linz-Passau, und nahm dadurch einen Umweg von 100 Km in Kauf. Aber zu guter letzt erreichten wir unbeschadet die heimatlichen Gefilde.

Camping in Vourvourou
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Küste der Halbinsel Sithonia

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Camping Stavros

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Camping Stavros Neas Marmaras